Stell dir vor, du machst gute Arbeit und niemand bekommt es
mit…

Im Journalismus ganz konkret oder allgemein in der Medienbranche gibt es nahezu kein Projekt, bei dem es heißt: Wenn’s richtig, richtig gut läuft, dann bekommt’s niemand mit. Doch genau so ein Projekt haben wir gemeinsam mit dem Deutschlandradio realisiert. Was zu tun war, ist schnell erklärt: Deutschlandradio wollte mit seiner IT-Infrastruktur in die Google Cloud.

Klar, dass wir dabei unterstützen – zum einen, weil wir es können, zum anderen, weil es für Medienunternehmen unheimlich Sinn macht, die eigene IT-Infrastruktur in der Cloud abzubilden. Im Grunde sind es genau zwei ganz wesentliche Vorteile, die sich aus der Cloud Migration für das Deutschlandradio ergeben: Skalierung in Echtzeit und Transparenz.

Cloud Migration: Transparenz und Reaktionsfähigkeit for the win

Seit der Cloud Migration hat das Deutschlandradio Technologien im Einsatz, die automatisch skalieren. Warum ist das wichtig? Tritt bei einer Seite eine hohe Anfragelast auf – und das kann im Journalismus zu jeder Tages- und Uhrzeit ganz unvorhergesehen passieren, weil eine große News reinkommt -, dann reagiert die Infrastruktur in der Cloud ganz automatisiert auf diese Lastspitzen. Das heißt auch, dass die Skalierung nach oben automatisch wieder rückgängig gemacht wird, wird die Webseite wieder weniger aufgerufen. Dieser Automatisierungsprozess kann dabei helfen, Kosten zu sparen, aber sorgt vor allem für eine schnelle Reaktionsfähigkeit.

Ein weiterer – und ebenfalls ganz wesentlicher – Vorteil der Cloud Migration: Alle IT-Infrastrukturkomponenten haben wir nun als Code aufgeschrieben. Und was als Code vorliegt, das ist für die Menschen, die damit arbeiten, transparent und nachvollziehbar.

Cloud Migration: Wie läuft’s ab und wie läuft’s dann auch rund?

Was hier so schnell aufgeschrieben ist, ist in Wahrheit ein Mammutprojekt: Anforderungen wollen erhoben und das Netzwerkdesign will gut durchdacht werden, die Ressourcen in der Cloud müssen gecodet, einzeln getestet und stabilisiert werden. Unsere Vorgehensweise: Schritt für Schritt mit kühlem Kopf voran. Nur nicht durchdrehen und einfach eine Anwendung nach der anderen auf die Infrastruktur bringen, schauen, haut das hin, spielt das zusammen? Ja? Dann weiter.

Ja, und am Ende hast du gute Arbeit gemacht und keine:r kriegt’s mit. Das System läuft komplett in der Cloud – ohne auch nur einmal ausgefallen zu sein. Wir wollen nicht überheblich sein, aber das ist schon wirklich, wirklich gut. Und dass uns das so gut gelingen konnte, verdanken wir vor allem auch dem fantastischen Projektteam auf der Seite des Deutschlandradios.

Was gibt es Schöneres als eine gute Zusammenarbeit? Nicht viel, sagen wir.

Wer eine moderne IT-Infrastruktur aufsetzt, ist gut beraten, auch in Sachen Arbeitsweise moderne Wege zu gehen. Ganz gleich, ob es sich um Teams handelt, die gemeinsam an einem Tisch sitzen oder eben remote arbeiten: Agil arbeiten heißt vor allem, schnell auf Veränderungen reagieren zu können.

Bei diesem Projekt haben sich alle Teams nur einmal in persona getroffen, ansonsten haben sie sich komplett remote organisiert und zusammengearbeitet. Klar, dass dann auch jeder Tag mit einem Daily beginnt, in dem man sich dann über Fortschritte, Probleme und Erfolge austauscht. Wie soll’s weitergehen? Welche Tickets haben Priorität? All das haben wir im wöchentlichen Planning besprochen.

Und wie das bei agilen Arbeitsweisen so ist, gab es keinen vorgegebenen Masterplan, der nur Schritt für Schritt abgearbeitet werden musste, sondern es gab große Anforderungen, sogenannte Epics, die erfüllt werden mussten. Wie man da hinkommt, egal. Schritt für Schritt, also inkrementell, geht’s am besten.

Und wie habt ihr dafür gesorgt, dass nicht eine Person alles weiß, sondern es zwischen den Teams einen gut funktionierenden Wissenstransfer gibt? Wie Qualität garantiert? Na ganz klar: mit Code Reviews und Pair Programming. Das macht nicht nur Spaß, sondern ist auch wirklich effektiv.

Kein Bildmaterial, aber dafür einen Tech Stack

Viel zu zeigen gibt es bei einem solchen Projekt natürlich nicht, was es aber gibt, ist der Tech Stack. Den wollen wir euch nicht vorenthalten. Das sind die Technologien, mit denen wir die Cloud Migration für das Deutschlandradio realisiert haben:

Akamai (das CDN)
Kubernetes auf Google Cloud (die Plattform, auf der die Anwendungen laufen)
Docker, Helm (Technologien, um Anwendungen zu verpacken und auszurollen)
Terraform, Ansible (Infrastruktur-Beschreibungssprachen; infrastructure-as-code)

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